Am Freitag, den 21.02.2020, gedachten die Studierenden und Lehrenden des Comenius-Kollegs (Weiterbildungskolleg und Studienkolleg) an die Opfer der Terrortat von Hanau. Um 9:30 Uhr versammelten sich dafür alle in der Aula der Schule.

Franjo Röhr eröffnete die Aktion:

„Was Mittwochnacht in Hanau geschehen ist, das macht uns fassungslos, das macht uns traurig, und es macht uns wütend.

Ein 43-jähriger Mann aus Hanau hat ganz offensichtlich aufgrund rassistischer Motive neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet; eine verheerende „Terrortat“.

Nichts kann diese sinnlose Tat erklären, und nichts wird sie ungeschehen machen können. Und vor allem: Nichts kann den Angehörigen den Schmerz um verlorene geliebte Menschen nehmen.

Ganz wichtig die ersten Reaktionen: Bereits gestern haben sich in verschiedenen Städten Deutschlands tausende Menschen spontan versammelt, um gegen Terror, gegen Hassreden und Gewalt ein deutliches Zeichen zu setzen.

Auch wir wollen angesichts dieser rassistisch motivierten Terrortat, für die es geistige Brandstifter im politischen Umfeld gibt, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Wir, Lehrende und Studierende im Comenius-Kolleg und im Studienkolleg Mettingen, wollen hier und heute mit unserem Zusammenkommen ein deutliches Zeichen setzen! Wir lassen uns durch die Angst verbreitenden Hassreden und Gewalttaten radikaler Kräfte und Gruppierungen nicht einschüchtern.

Wir stehen zusammen, wir halten zusammen, wir wollen hier in Mettingen und in Deutschland zusammenleben. Das zeigen wir heute und wenn nötig immer wieder.“

(Franjo Röhr, Februar 2020)

 

Die Studierenden trugen daraufhin die folgenden Aussagen vor:

  • Wir dulden an unserer Schule keine Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe.
  • Wir dulden an unserer Schule keine Diskriminierung aufgrund der Religion.
  • Wir dulden an unserer Schule keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung.
  • Wir dulden an unserer Schule keine Diskriminierung aufgrund der kulturellen Herkunft.
  • Wir dulden an unserer Schule keinerlei Diskriminierung.
  • An unserem Kolleg ist kein Platz für Rassismus – unser Kolleg ist ein Ort von Toleranz und Zusammengehörigkeit.

 

In der darauf folgenden Schweigeminute gedachten die Anwesenden den Opfern.