Nachdenklich: Lieber Pfannkuchensuppe oder Leberknödeksuppe?


1959 wurde der Pater im brasilianischen Salvador-Bahia zum Priester geweiht. In Aracaju trat er seine erste Pfarrstelle an. Ein Sprung ins kalte Wasser, sagt Donatus in der Rückschau. Denn er habe sich sofort mit den Bauplänen für eine neue Kirche befassen müssen. Sieben Jahre war der Pater in Brasilien tätig. Er studierte neben Theologie unter anderem auch Philosophie. Zurück in Münster absolvierte er an der Pädogischen Hochschule eine Ausbildung zum Grundschullehrer. Es folgten weitere Ausbildungen zum Realschul- und schließlich zum Gymnasiallehrer. Seine Fächer sind Theologie, Biologie, Chemie und Portugiesisch.Als er zum Comenius-Kolleg nach Mettingen kam, habe der damalige Schuldezernent gesagt, dem Kolleg fehle eine Schulsammlung. Ausgestopfte Tiere seien nicht in Frage gekommen, berichtet Pater Donatus. An Pflanzen habe er auch nicht gedacht. „Ich hatte aber ein paar Steine im Rucksack.“ So sei die Idee entstanden, eine Mineraliensammlung aufzubauen. Diese Sammlung bringt es inzwischen auf eine beachtliche Größe. Ein Teil der Gesteine bewahrt Donatus im Keller des Konvents auf. Ein weiterer Teil ist mittlerweile im Mettinger Schultenhof zu sehen. „Pater Osmar hat meinen Sammeleifer unterschätzt“, sagt er schmunzelnd. Auch auf dem Gebiet der Mineralogie bildete sich Donatus akbribisch weiter. Bis heute bietet er am Comenius den von der Volkshochschule geförderten Kursus „Einführung in die Mineralogie und Geologie“ an.Darüber hinaus hilft der Pater bei der Pfarrgemeinde aus und vertritt bei Bedarf Pater Serafin bei der Seelsorge im Elisabeth-Hospital. „Die Zusammenarbeit mit der Pfarrei ist sehr gut“, sagt Donatus. Kontakt zur Heimat hält er per Telefon und mit Briefen. Nach 36 Jahren in Mettingen ist er in der Tüöttengemeinde aber fest verwurzelt. 
Samstag, 29. August 2009 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (Mettingen) 
Text: Oliver Langemeyer
(Die Fotos machte Hupsy am 22.9.2009 im bayerischen Restaurant Malepartus bei Lienen.)