Lange Zeit war fraglich, ob sich Neanderthaler und die Vorfahren des Homo sapiens sapiens , die ca. 10000 Jahre nebeneinander existiert haben, auch genetisch vermischten.
Dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gelang es im Januar 2010, das Erbgut des Neanderthalers zu entschlüsseln.
So scheinen sich die Wissenschaftler darüber einig zu sein, dass auch der heutige Mensch Reste von Neanderthaler-Erbgut (2% – 4%) in sich trägt, ein Hinweis auf eine Vermischung. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die in Afrika leben. 
Während der Führung verglichen wir Schädel, die Lage der Hinterhauptslöcher, die Zähne und Extremitäten und schauten auf die Wirbelsäule.
Da wir durch die vorherigen Präsentationen gut vorbereitet waren, diente die Führung hauptsächlich der Wiederholung.
Leider musste die Führung überpünktlich beendet werden (die Führungen im Museum folgen im Stundenrhythmus aufeinander), so dass wenig Raum für Vertiefung blieb. 


ein Herz für Schädel


Da unser nächster Termin anstand, konnte das interessante Neanderthal-Museum nicht länger besucht werden.
Danach führte uns unsere Exkursion nach Düsseldorf in den Aquazoo. Auch dort hieß unser Thema: Evolutionsgeschichte des Menschen.
Unser Pädagoge ließ uns nach einer Einleitung in Gruppen zu verschiedenen Themen Stammbäume erstellen. Eine Gruppe musste à la CSI anhand von Gesichtsrekonstruktionen eine Ahnenreihe aufstellen. Eine andere sortierte Tier- und (Vor-) Menschenschädel und die dritte Gruppe stellte anhand verschiedener Werkzeuge die kulturelle Evolution vor.
Nach der Unterrichtseinheit blieb noch Zeit für den Besuch des Aquazoos.
Es war ein Tag mit etwas „anderem Unterricht“ an etwas „anderen Unterrichtsorten“ – wegen der Fülle an Informationen waren wir zwar alle geschafft, aber wir waren uns auch einig, dass es ein lohnender Tag gewesen sei.
Text: S. Böttcher, Fotos: S. Böttcher, V. Kliesch, O. Stroganov