In dieser Nacht, ich kenne ein Bäumchen gar fein und zart, das trägt euch Früchte seltener Art. Es funkelt und leuchtet mit hellem Schein weit in des Winters Nacht hinein. Gott, der Herr, tat sein Erbarmen kund. In der Nacht erklang sein Lied.

(Franz von Assisi)

Bom Dia!

Liebe Leserinnen und Leser,

schon ist das Kalenderjahr fast vorüber. Für mich war dieses Jahr wieder einmal sehr spannend und mit vielen Höhepunkten gespickt. Einen Überblick über einige Highlights im Schulleben können Sie in der Übersicht der E-Mail sehen.

Bewegt hat mich der Tod von Pater Serafin.

Was das Kollegleben betrifft, ist eine Stimmung zu spüren, die von Erneuerung geprägt ist. Besonders nach einem pädagogischen Tag mit dem gesamten Kollegium im Mai, war die Aufbruchstimmung groß.

Wer etwas bewegen, aufbrechen will, muss mutig sein.

Es gibt gleich mehrere Arten von Mut:

Den Mut zur Wahrheit, den Mut zur Transparenz, den Mut zur Toleranz, den Mut zum Nein sagen, und natürlich gibt es noch Großmut, Sanftmut, Langmut, Hochmut, Schwermut, Freimut, Wankelmut, Übermut oder Kampfesmut – und natürlich die Zivilcourage…

Ohne Mut gäbe es keine eigene Meinung, keine unkonventionellen Entscheidungen, kein Ausbrechen aus der Routine.

In vielen Diskussionsrunden in den Medien, aber auch in kleineren Kreisen wie Familie und Freunden, wird über aktuelle Geschehnisse in der Welt diskutiert. Das Drama rund um die Flüchtlinge aus aller Welt spielt immer wieder eine große Rolle. Auch andere Geschehnisse der großen und kleinen Politik und des Lebens werden angesprochen.

Es kommt immer wieder zu Situationen, in denen man den anderen nicht zustimmen kann und eventuell (oder hoffentlich) eine andere Meinung hat.

In diesen Situationen möchte ich zu mehr Mut und Courage aufrufen. Sagen Sie Ihre Meinung, haben Sie den Mut, für Ihre Überzeugung einzutreten und lassen Sie nicht einfach zu, dass die Lauten unser Gesellschaft Ihre Meinung ungefiltert und unreflektiert anderen überwerfen.

Oft hilft es schon durch kleine Äußerungen gegen die herrschende Meinung, zum Nachdenken anzuregen.

Die eigene Courage hilft, die Angst und das Zaudern zu überwinden und Furchtlosigkeit zu zeigen.

Ich denke, mit ein wenig Mut und Courage kann man sich und anderen das Leben erleichtern und verbessern.

Nur wer mutig ist, kann etwas Neues wagen und dann später die Früchte seines Mutes ernten.

Mit mutigem Weihnachtsgruß Ihr

(uma saudação coragosa de Natal envia manda)

Thorsten Bahlmann